Konstrukt

Ein Paar – was ist das eigentlich für ein komisches Konstrukt? Man findet zusammen aus körperlicher Anziehung, nennt das dann ein wenig später Liebe, beschließt, ein Leben miteinander zu verbringen – und tut dann alles, um so wenig Zeit wie möglich in diesem Leben zu teilen! Hat man Kinder, ist das ja noch einfach, denn meist ist die Frau dann für die Kinder zuständig, der Mann übernimmt die angenehmen Aufgaben dabei, das Bespielen und Bespaßen abends kurz vor dem Schlafengehen. Aber ohne Kinder – was dann? So langsam verstehe ich, warum kinderlose Paare meist einen großen Freundeskreis um sich scharen. Sich ohne Puffer ausgesetzt zu sein, ist doch die Höchststrafe!

Und dann? Man versucht es, bis ins Rentenalter zu schaffen, nur, um sich dann erst recht zu zerfleischen, weil nun beide aufeinander sitzen, die Kinder aus dem Haus sind und man endgültig nichts mehr gemeinsam hat? Das soll der große Plan im Leben sein? Boah, nee, so mag ich nicht leben.

Meine Schoki, Deine Schoki…

Mein Mann liebt Süßigkeiten, viel zu sehr für jemanden, der ein erhöhtes Diabetes-Risiko hat. Aber  – selber groß, das muss er wissen. Was ich aber nicht verstehe: er hat ungelogen 10 Tafeln Schokolade und drei Päckchen Gummizeugs im Haus. Ich maximal eine Tafel Schokolade, wenn überhaupt. Aber warum muss er, wenn ihn die Gier packt, ausgerechnet meine Tafel anfressen?!? Ich werde das nie verstehen… 😉

Das Leben verschlafen

Es gibt eine Sache, die mich irgendwie immer wieder aufregt. Nämlich, dass mein Mann nicht aufsteht. Dass wir nicht die gleiche Schlafenszeit haben, empfinde ich eher als positiv – wenn wir doch einmal gemeinsam ins Bett gehen, dann höre ich ihm zu, wie er einschläft und liege selber wach. Nicht sehr zielführend. Außerdem ist die Zeit, in der man eng umschlungen vor dem Schlafengehen geflüstert hat, schon eine Ewigkeit vorbei!

Aber ebenso wenig wie man ihn ins Bett bekommt, steht er halt auch auf. Ein ewiges Streitthema. Ich schlafe zwar auch gerne lang, aber irgendwann ist dann auch gut. Und wenn ich dann stundenlang auf den Herrn warten muss, platzt mir der Kragen. Dabei ist das Ganze sowieso ein Spiel, bei dem ich nur verlieren kann. Wecke ich ihn  – grundsätzlich immer mehrfach – und “zwinge” ihn zum Aufstehen, gibt es megaschlechte Laune und Grummeligkeit, besonders am Wochenende, wo dann meist auch noch Kopfschmerzen dazu kommen. Wecke ich ihn nicht, dann hat er ebenso schlechte Laune, wenn er aufsteht und feststellt, dass es schon 15 Uhr ist und der halbe Tag vorbei. Und ich mag beides nicht, es ist Not gegen Elend.

Im Moment schläft er noch, wir hatten letztes Wochenende einen bösen Streit wegen genau dieser Thematik. Alle meine Bekannten fragen mich: sag, mal warum musst DU den eigentlich wecken? Keine Ahnung. Eine zweite Mutter wollen sie alle nicht, aber man sollte dann fürs Bezlehungsglück halt dann doch genau diese Aufgaben übernehmen. Um ehrlich zu sein, es kotzt mich gerade an. Ich bin nicht zuständig für einen erwachsenen Mann, der nicht aus dem Bett kommt!

Unnötig zu erwähnen, wer jetzt noch im Bett liegt und pooft, um 13:32 Uhr? Ab sofort werde ich meine Wochenenden für mich gestalten, wenn er so offensichtlich nicht miteinbezogen werden mag. Ist nur die Frage, was dann nach den stressigen Arbeitswochen so bleibt. Ach ja, Abendessen, ich denke mal, bis dahin ist er wach. Das sollte doch genügen für eine funktionierende Beziehung…(grrrrr!)

Technik macht glücklich!

Nach einem muffeligen Wochenende war mein Partner heute verdächtig guter Laune. An einem helllichten Montag? Seltsam…

Ach, sie sind doch so durchschaubar, die Herren! Das neue Sony Experia war es, dass diesen plötzlichen Gute-Laune-Schub auslöste! Unfassbar. Natürlich liegt die Kommunikation zwischen uns beiden heute abend völlig brach, denn es muss ja unendlich viel eingestellt, ausprobiert und geappt werden. Naja, wir Mädels sind ja auch nicht anders, wenn wir was Schönes, Neues geshoppt haben. Nur dass wir dann nicht wochenlang rumlaufen, als hätten wir den Nobelpreis erfunden…

Ich bin nur gespannt, ob ich dann beim Ausgehen das Ding für die Handtasche bekomme, denn dieser “Taschenrechner” passt nur schlecht in die Hosentasche. Das mag ich eigentlich so gar nicht, und mir leuchtet auch nicht ein, warum das Ding nicht mal einen Abend zuhause bleiben kann.

Aber wenn es ihn doch so glücklich macht – dann muss ich diesen Job schon nicht übernehmen! *lach*

Die große Liebe- oder darf es etwas weniger Aufregendes sein?

Samstag morgen, ich war alleine, und wie ich es gerne tue, wenn ich allein bin und Zeit für mich habe. wählte ich eine CD aus meinem großen Stapel aus. Kurze Zeit später schallte Rihanna durch die Wohnung. Und wieder mal fragte ich mich beim Anhören ihrer Musik, warum diese attraktive junge Frau wieder zurückgegangen ist zu ihrem Ex, der sie einmal so stark verprügelt hatte, dass sie ins Krankenhaus musste. Aber – ganz ehrlich, ich kenne die Antwort, glaube ich…

Auch ich habe in meiner Vergangenheit eine Person, die alles andere als gut für mich war und mein Vertrauen auf das Übelste missbraucht hat. Zwar nur aus Angst, mich zu verlieren, aber trotzdem, es ging damals einfach nicht mehr. Aber noch heute weiß ich, er war und bleibt die Liebe meines Lebens.

Das soll nicht bedeuten, dass ich meinen jetzigen Partner nicht schätze und liebe. Aber manchmal wählt man eben doch ein bisschen mit dem Kopf und der Vernunft, vor allem, wenn man es endlich mal ein wenig ruhiger im Leben haben möchte. Ja, ich habe mich für Sicherheit (falls es die überhaupt gibt) entschieden, auch wenn die manchmal doch ein wenig langweilig daherkommt. Liegt vielleicht auch am Alter – wer weiß?

Und wenn ich mich ab und zu doch mal in die alten Zeiten zurückträume, dann sei mir das gestattet, denke ich…solange es beim Träumen bleibt! 

Warum?

Liebe Bloggerin,

schön, dass Du da bist. Warum denn ein Blog zum Thema “Liebe” – erotische Tipps und Tricks gibt es in der Welt des weiten Web doch schon genug?

“Darum geht es mir auch gar nicht. Aber wie jeder, der in einer Beziehung lebt, mag sie glücklich sein oder nicht, mache ich mir trotzdem (oder gerade deswegen?) immer noch viele Gedanken, die mit der Liebe und dem Leiden zu tun haben. Denn auch der vertraute Mensch mag einem nicht immer zusagen, man zweifelt, überlegt, grübelt – und fragt sich letztendlich auch immer, was wohl der andere denkt.”

Okay, aber ist das nicht normal?

“Ich denke schon, aber viele Menschen trauen sich nicht, ihre Zweifel oder überhaupt ihre Gefühle auszusprechen. Auch ich nicht, das sind Dinge, die ich nicht mal mit einer Freundin im Café besprechen würde. Aber das heißt ja nicht, dass ich sie nicht loswerden möchte. Und weil ich denke, vielen geht es ähnlich, gibt es hier eben so eine Art Webtagebuch von mir.”

Und was werden wir darin lesen?

“Eben alles, was mich beschäftigt, rund um meine Beziehung und die Dinge, die ich sonst so aufschnappe. Egal, ob ich einen besonders liebevollen Tag verbracht habe oder ob ich meinen Liebsten gerade auf den Mond schießen könnte. Und bestimmt geht es auch mal um Sex oder Erotik, das gehört ja dazu. Nur für Tipps bin ich wohl nicht die Richtige, dafür müsste man ja auch öfter mal…Sie wissen schon. Einen Expertenstatus erwirbt man nur selten durch Theorie…:-)”

Ja, jetzt wird das ganze schon klarer. Schonungslos und offen also?

In der Tat, das habe ich vor. Vielleicht sagt sich ja der eine oder andere beim Lesen: endlich schreibt das mal jemand, ich habe es bis jetzt nur gedacht. Das wäre schön!”

Und wann soll es losgehen?

“Themen rund um das Zwischenmenschliche gibt es ja viele, also im Prinzip sofort! Oder morgen…mal sehen!”

Danke für das Gespräch!